Silent Subliminals: Kopfhörer oder Lautsprecher? Was wann besser ist
Die kurze Antwort: Lautsprecher, wann immer niemand mithört. Kopfhörer im Büro, unterwegs und überall dort, wo andere Menschen im Raum sind. In beiden Fällen gilt: Lautstärke auf 10 Prozent, Stufe 1 ist genug. Und nachts im Schlaf keins von beiden. Wenn Ihnen Ihr Bauch gerade sagt, dass Lautsprecherboxen besser sind, dann liegt Ihr Bauch völlig richtig. Warum, und was in welcher Situation gilt, der Reihe nach.
Kopfhörer oder Lautsprecher im Vergleich
| Kriterium | Lautsprecher | Kopfhörer |
|---|---|---|
| Gehörschutz | Unkritisch bei Zimmerlautstärke; der Schall verteilt sich im Raum. | Heikel: Der Schalldruck geht direkt aufs Innenohr, besonders bei Stöpseln. Nur mit eiserner Disziplin. |
| Mithörer | Jeder im Raum hört mit, ohne es zu merken. Ohne Zustimmung nicht erlaubt. | Niemand außer Ihnen. Deshalb im Büro und in der Familie die richtige Wahl. |
| Dauer | Stunden am Tag problemlos. | Nur leise, sonst Tinnitus-Salat. Leiser drehen, länger haben. |
| Bewegungsfreiheit | Sie müssen im Raum bleiben; ein Akku-Lautsprecher wandert mit. | Überall, auch unterwegs. |
| Frequenz | Mindestens 20 kHz, zum Beispiel der Mobi-3 oder eine Stereoanlage. | Mindestens 20 kHz, zum Beispiel der PortaPro; billige Stöpsel scheiden aus. |
| Bluetooth | Geht, wenn 20 kHz erreicht werden. | Geht ebenso; einfache Sprache verliert bei der Kompression praktisch nichts. |
| Preis | Ab rund 25 Euro (Mobi-3). | Ab rund 30 Euro (PortaPro). |
Konkrete Modelle mit kHz-Angaben stehen unter Silent Subliminals Kopfhörer.
Zu Hause: Lautsprecher
Kopfhörer sind grundsätzlich bedenklich, egal ob man mit ihnen Silent Subliminals oder Musik hört. Sobald man aufdreht, wird es für die Ohren sehr belastend. Das kann Ihnen jeder HNO-Arzt bestätigen. Wer zu laut hört, oder zu lange hört, der bekommt Tinnitus oder Ohrensausen und erleidet einen Hörsturz oder sogar im seltensten Schlimmfall einen Gehörverlust. Die Jugendgenerationen der letzten 20 Jahre (seit Erfindung des Walkmans) sind die schwerhörigsten aller Zeiten. Grund: Kopfhörer.
Es ist kein Zufall, dass auf Flughäfen und Baustellen viele Leute Geräte auf dem Kopf tragen, die wie Kopfhörer aussehen, aber das genaue Gegenteil davon sind: Lärmschutz-Geräte, die vor den Folgen von „zu laut hier“ schützen.
Silents sollte man idealerweise mehrere Stunden pro Tag hören. Zu Hause geht das am besten über Boxen: Zimmerlautstärke, Regler auf 10 Prozent, und der Rest des Tages läuft normal weiter. Wer einen Raum hat, in dem er allein ist, hat die beste aller Lösungen.
Im Büro und unterwegs: Kopfhörer
Wer Silent Subliminals nicht über Lautsprecher abspielen möchte, weil andere Menschen im Raum sind, die unfreiwillig „mithören“ würden, der ist in der Zwickmühle: Entweder andere beschallen oder Kopfhörer benutzen? Klar, Kopfhörer benutzen! Andere Menschen ohne ihr Wissen zu beschallen, ist nicht nur unhöflich, sondern illegal.
Nicht falsch verstehen: Geile Kopfhörer und geile Musik sind eine verdammt geile Kombination, und ich mache das auch ab und zu. Doch ich weiß auch, dass nach maximal fünf Minuten Schluss sein muss, sonst „blutet“ das Ohr. Bei Silents kommt eine Falle dazu: Weil sie so still daherkommen, ist man versucht, lauter zu drehen, man hört ja nix! Und dann hat man den Tinnitus-Salat. Alles nur, weil man mit den Ohren nicht kontrollieren kann, wie laut die Silents tatsächlich sind.
Wer Kopfhörer benutzt, braucht eiserne Disziplin und dreht niemals seine Silents laut. Stufe 1 ist genug! Ich sag mal: Wer leise dreht, hat mehr und länger davon.
Mit Familie und Haustieren
Kinder und Haustiere (Hunde, Katzen, Vögel) nehmen Silent Subliminals auch bei kleinsten Lautstärken wahr und werden dadurch erheblich gestört. Wer also mit Familie und Hund im Wohnzimmer sitzt, nimmt Kopfhörer. Mein Rat für zu Hause ist trotzdem ein anderer: keinen Kopfhörer, sondern einen anderen Raum beschallen, in dem man niemanden mitbeschallt. Das lässt sich, zumindest zu Hause, bestimmt einrichten.
Nachts im Schlaf: keins von beiden
Ich würde Silents nicht im Schlaf laufen lassen, weder über Kopfhörer noch über Lautsprecher. Silents sind zwar unhörbar, aber nicht leise: Auch bei sehr leiser Lautstärke wirken ein paar Dezibel auf Körper und Psyche ein. Das stört die Ruhephasen; Schlafstörungen und Erschöpfung beim Aufwachen waren die Folge bei denen, die es probiert haben. Die Stunde vor dem Einschlafen ist in Ordnung, mit einem kleinen Lautsprecher auf dem Nachttisch. Kopfhörer im Bett drücken ohnehin. Mehr unter nachts hören.
Häufige Fragen
Reicht ein einzelner Ohrhörer?
Ein Silent Subliminal ist gesprochene Sprache, kein Stereo-Effekt; ein Ohr genügt, um die Botschaft aufzunehmen. Der Ohrhörer muss aber wie jeder andere die 20 kHz erreichen, und für das eine Ohr gilt die Lautstärkeregel erst recht.
Geht die Stereoanlage?
Ja, wenn die Lautsprecher 20 kHz erreichen; bei Lautsprechern von Stereoanlagen ist der kHz-Wert oft hinten aufgedruckt. Sie können Ihre Silents als CD brennen oder per Kabel vom Handy oder Laptop zuspielen. Bei WAV-Dateien auf CD wird nichts abgeschnitten, deshalb ist das für Vorsichtige der sicherste Weg.
Muss der Lautsprecher 20 kHz können?
Ja, mindestens. Die Silent-Botschaft liegt zwischen etwa 15 und 20 kHz; ein Lautsprecher, der bei 18 kHz endet, nimmt ihr die Höhen und macht aus der Botschaft ein Brummstimmen-Subliminal. Wer seinen Silent-Regler höher stellen muss, braucht 22 kHz. Die Rechnung dazu steht im Kopfhörer-Artikel.
