[Umfrage] Sind Silent Subliminals subversiv? - Silent Subliminals selber machen

Hier geht es um etwas Diskussionswürdiges – um die Anwendung von Silent Subliminals bei Mitmenschen, ohne dass diese etwas davon wissen. Zu diesem Thema lief ja im Insider-Club eine kleine Umfrage, und tatsächlich haben ein Viertel der Abstimmenden dafür gestimmt, dass es “tendenziell” okay wäre, dies zu tun.

Meinen Standpunkt dazu habe ich mehrmals in  Kommentare dargelegt: Ich persönlich würde das nicht machen. SOGAR WENN es hilft. Vielleicht liege ich aber auch falsch. Bin ich altmodisch? Heiligt der Zweck nicht die Mittel?

Als Subversion (lat. subversor: der Umstürzer) bezeichnet man eine Tätigkeit im Verborgenen, deren Ziel der Umsturz einer bestehenden Ordnung durch Unterwanderung und Untergrabung ist.

Angenommen, die bestehende Ordnung ist eine Unordung, und der Zustand, der bekämpft werden soll, ist nicht irgendein Zustand, sondern eine Katastrophe. Das ist zum Beispiel in vielen Büros der Fall.

Dort entstehen Hunderttausende von psychischen Störungen, langsam, schleppend, unbarmherzig… man kennt das ja… weil die Atmosphäre in diesem Büro eine blanke Katastrophe ist: alle arbeiten an einander vorbei, nichts kommt dabei heraus, und alle sind unzufrieden.

 

 

Und angenommen, also wirklich nur mal angenommen (denn so ein Fall ist mir NOCH NIE bekannt geworden, schon gar nicht von Silent Subliminal-Nutzern, die mir aus freien Stücken Mails schreiben, und erst recht von solchen Nutzern, die in einem Büro arbeiten… gut, das wäre also geklärt.)

Also nur mal angenommen, eine Frau (oder ein Herr) nutzt also die mächtige Silent Subliminals Technologie, um in (seinem oder) ihrem  Büro die Katastrophe abzuwenden und aus dieser Hölle einen Hort des freudigen, produktiven Arbeitens zu machen, in dem sich plötzlich jeder wohl fühlt, und an dem “was geht” – und keiner weiß warum.

So könnte man sich also eine Mail vorstellen, die dann – theoretisch – bei mir eintrifft, und dann steht da zum Beispiel so etwas drin, ich phantasiere mal los:

 

“Hallo Support-Team,

Ich habe Erkenntnis und ein Lob auszusprechen.

Ich nutze die “Silents” für mich privat, aber auch seit einigen Wochen bei uns im Großraumbüro (8 Personen). Meine Kollegen/innen wissen nichts davon (das soll auch so bleiben) und kennen weder Subliminals noch Silent Subliminals.

Jetzt kommt’s: Ich hatte eine Idee – und es gab nichts zu verlieren: Ich habe mich mit unseren alltäglichen Hürden und Arbeitsalltagsblockaden auseinandergesetzt und darauf hin ein kleines, auf unsere Abteilung zugeschnittenes “Büroprogramm” an Suggestionen geschrieben, die mittels Sprachsynthese erzeugt werden.

Es kommt also keine reale menschliche Stimme zum Einsatz, die über ein Mikrofon aufgenommen wird, sondern das Suggestionsprogramm (eine simple Textdatei mit zusätzlichen Kommandos für den Voice-Generator, die Vorlesedauer beträgt ca. 4 Minuten, mit ausreichend Pausen zwischen den einzelnen Suggestionen) wird von der Sprachsynthese-Software direkt als Audio-File erzeugt, welches ich dann wiederum mit der XXL-Software und Audacity “silent” mache.

Im Büro kommen zwei herkömmliche, günstige PC-Lautsprecher von Hama zum Einsatz. Deren Frequenzspektrum reicht (laut Herstellerangaben) bis 20 kHz. Die Suggestionen laufen den ganzen lieben langen Tag in einer Endlosschleife.

Und es wirkt!!!
Unsere Umgangsformen sind höflicher und die generelle Stimmung freundlicher/positiver geworden, die Arbeit effizienter, die Mitarbeiter sind generell gelassener wirken sogar beruhigend auf hektische Kollegen/innen aus anderen Abteilungen, die unser Büro aufsuchen. Das waren die Hauptziele aus meinem “Suggestionsprogramm”.

Der Vorteil: Durch die Nutzung von Sprachsynthese kann relativ rasch das Suggestionsprogramm umgestellt, verändert oder erweitert werden, ohne dass jemand erneut vor’s Mikrofon treten und das ganze hinterher geschnitten werden muss etc. – Alles in allem also eine super Sache!

Man kann es zwar faktisch nicht beweisen, aber dennoch ist dies für mich ein Beweis, dass die Silent Subliminals funktionieren – zumal die Betroffenen überhaupt nichts von deren Existenz geschweige denn über die Formulierung der Suggestionen wissen…

Falls jemand Interesse an einem allgemeinen *Büro-Suggestionsprogramm* mit Silent Subliminals hat, kann ich gerne weiterhelfen…”

Steffen aus Süddeutschland

 

Okay.

So eine Mail eben, oder so ähnlich.

Was würdest du nun dazu sagen?

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